Unsere Massnahmen im Einsatz für die Prävention

Der Überblick

Das große Ganze

Ziel unserer Präventionsarbeit ist es, immer wieder sanft aber konsequent darauf hinzuwirken, dass sich in der breiten Bevölkerung das Verständnis durchsetzt und verfestigt, dass es sinnvoll ist, Regeln einzuhalten. Mit unseren einzelnen Modulen oder Modulkombinationen möchten wir eine Sensibilisierung unterschiedlichster Sinne und Wahrnehmungen der Mitbürger erreichen, die dazu führen soll, die eigene „Komfort-Zone“ zu verlassen, sich gesellschaftlich zu engagieren oder sich couragiert zu Wort zu melden, wenn eine Regelmissachtung beobachtet wird, wie zum Beispiel, zu schnelles Fahren in einer 30-km-Zone oder der Verkauf von Alkohol an einen Jugendlichen unter 18 Jahren …

Unfallverhütung

Kannst auch Du bis 30 zählen?

Sicher ankommen - Schulweg-Sicherheit

Um motorisierte Verkehrsteilnehmer und Radfahrer gerade in der Nähe von Schulen und Kindergärten besonders zu sensibilisieren, werden die "Schulweg-Sicherheitstage" durchgeführt. Denn jedes Jahr verunglücken 30.000 Kinder im Straßenverkehr, auch auf dem Schulweg. Mit plakativen Aktionen lenken die Kinder die Aufmerksamkeit der Vorbeifahrenden und der lokalen Medien auf sich - die unerfahrensten und schwächsten Verkehrsteilnehmer. Das fördert die Einsicht, Verkehrsregeln, wie z.B. Tempo-30-Zonen, tatsächlich zu respektieren.

Rechtzeitig bremsen – ein Kinderspiel?

Selber ausprobieren in der Turnhalle - Bremsweg und Geschwindigkeit

Kinder unter 12 Jahren sind besonders gefährdet, weil sie in diesem Alter Geschwindigkeiten und Bremswege noch nicht selbständig einschätzen können. Wenn sie jedoch spielerisch und aktiv an das Thema herangeführt werden, und selber während des Sportunterrichts in der Turnhalle ausprobieren können, wie schwer es ist, bei hoher Geschwindigkeit rechtzeitig zu bremsen, lernen sie rasend schnell. Das pädagogische Konzept des Projekts »Auf die Bremse, fertig, los« ist deshalb darauf ausgerichtet, eigene konkrete Erfahrungen in diesen Bereichen zu machen und diese zu reflektieren. 

Schön, wenn Rücksicht Schule macht

Direkt ins Herz: der Elternbrief

Aufbauend auf dem Modul Turnhalle dient der Elternbrief dazu, auch Eltern, Großeltern und/ oder andere Angehörige der Kinder das Thema Geschwindigkeit und Bremsweg als Gefährdungsstellen vor der Schule wieder in Erinnerung zu rufen. Im Gegensatz zu früher, werden heute viele Kinder mit dem Auto zur Schule gebracht - und möglichst nah am Klassenzimmer abgesetzt. Oft sind sie unter Zeitdruck und parken dann direkt in zweiter Reihe vor der Schule. So wird die Sicht auf Kinder, die zu Fuß zur Schule kommen, blockiert. Das führt zu gefährlichen Situationen für die Jungen und Mädchen, die zwischen den Autos schnell übersehen werden können. Der Elternbrief weist auf diese Gefahren hin und ist eine sinnvolle Kombination im Zusammenhang mit den Schulweg-Sicherheitstagen.

Nachbarschaft hilft

Bewusstsein schaffen - die Briefkasten-Aktion

Menschen, die im näheren Einzugsbereich einer Schule wohnen, fahren dort besonders häufig mit dem Auto vorbei. Weil sie die Gegend "im Schlaf" kennen, tun sie das manchmal auch, ohne angemessen auf die Kinder zu achten. Die Broschüre appelliert an Anwohner und Nachbarn zu gegenseitiger Rücksichtnahme im Verkehr und ist eine sinnvolle Unterstützung in Kombination mit dem Schulweg-Sicherheitstagen sowie dem Elternbrief. 

Daumen hoch für vorbildliches Verhalten

Nicht übersehbar: die Plakataktion

Mit Plakaten im Umfeld der Schule bedanken sich Kinder bei den Autofahrern mit dem Motto "Danke für Tempo 30". Das Besondere: Es sind nicht anonyme Fotomodell-Kindern abgebildet, sondern Kinder, die in dieser Umgebung zur Schule gehen. Die tatsächliche Gefährdung wird damit personalisiert und bekommt damit ein persönliches und vielleicht sogar bekanntes Gesicht. Die Aufforderung zum richten Verhalten im Verkehr ist damit kein abstraktes Konzept mehr, sondern wird zu einer sehr direkten und persönlichen Beziehung zwischen Autofahrer und den abgebildeten Kindern. Diese Aktion ist eine sinnvolle Unterstützung im Zusammenhang mit den Schulweg-Sicherheitstagen, dem Elternbrief sowie der Briefkastenaktion.

Regeln verstehen hilft Regeln einhalten

Modul Kunstunterricht

Ziel ist es, durch das Ansprechen der Themen zu Regeln und deren Entstehung ein Gefühl dafür zu erzeugen, dass die Einhaltung sinnvoll ist. Das Modul regt Gespräche bei den Eltern und in der Familie an. Durch die Kombination mit den weiteren Modulen wird ein Presseecho erzeugt, das wiederum die Öffentlichkeit auf die Präventionsnotwendigkeit durch Regeleinhaltung lenkt.

Regeln kennen keine Jahreszeit

Modul Kalenderauswahl

Ziel ist es, auf Basis des Moduls Kunstunterricht zum einen durch weitere Verwendung der im vorangegangenem Unterricht gemalten Bilder die dortige Motivation zu stärken, zum anderen aber durch den Einsatz von bekannten Künstlern in der Jury bei der Kalenderauswahl eine Öffentlichkeit zu erzeugen, die zu resseberichten und damit zur Sensibilisierung der Bürger auf die Themen hinführt. Darüber hinaus werden auch direkt in den beteiligten Schulen und Schulklassen sowie in den Familien die Themen zeitversetzt neu ins Bewusstsein gerufen.

Ein Lächeln kostet (noch) nichts

Ein Lächeln kostet (noch) nichts: die Geschwindigkeitstafel

Ziel ist es, an besonderen Stellen die Gefährdung zu reduzieren, bevor es zu Unfällen kommt. Neben den anderen Modulen wie bspw. Plakataktion und Individualprävention ist dieses Modul an bestimmten Stellen ein geeignetes Mittel zur Unfallverhütung. Durch die damit verbundene Öffentlichkeitsarbeit (Diskussionen im Vorfeld über den Standort und die Einsatzdauer, durch die auffällige Platzierung sowie die Pressemitteilungen) und die Auswertung der Ergebnisse werden Autofahrer zum Innehalten und Nachdenken angeregt.

Echte Zahlen statt gefühlte Wahrheiten

Konkret auf den Punkt gebracht: Datenerfassung

Wo genau auf unseren Straßen entstehen die Gefahren? Die Datenerfassung liefert objektive Zahlen, die eine sinnvolle Planung und Umsetzung von Maßnahmen zur Unfallverhütung möglich machen. Sowohl bei den Bürgern als auch bei vielen verantwortlichen Stellen ist das Thema „Kontrolle“ sehr emotional besetzt. Wir wollen alle Maßnahmen als Informationssystem und nicht als „Kontrolle“, sondern im Sinne von „Controlling“, verstanden wissen. Ziel ist es, bei den Bürgern und Verantwortlichen die Emotionen herauszunehmen und durch kontinuierliche Datenerfassung aus verschiedensten Quellen durch Einbeziehung der Bürger und deren Vertreter die Basis für Gefährdungsanalysen zu legen.

Gefährdung bewerten, Maßnahmen priorisieren

Durchdringen, statt vermuten: Gefährdungsanalyse/-plan

Gefährdungen werden durch die Analyse von aktuell erfassten Daten entdeckt. Dadurch können besondere Gefahrenstellen erkannt werden, so dass sich die Präventionsarbeit nicht nur auf Unfallschwerpunkte beschränken muss. Erst ein Gefährdungsplan ermöglicht den effizienten Einsatz der zur Verfügung stehenden Mittel zur Unterstützung der Unfallverhütung. Dieser Plan ist eine objektive Entscheidungsbasis auch für hoheitliche Maßnahmen, bietet dem Bürger Transparenz und fördert damit den aktiven Willen und die Einsicht zum Mitmachen, ohne diese Voraussetzungen würden alle Maßnahmen ins Leere laufen.

Die Wahl der Mittel

Die Wahl der Mittel: Gefährdungsstellen-Begehung

Ziel ist nicht „Wie kann man da am besten messen?“ sondern „Wie kann man da am besten die Gefährdung reduzieren?“. Erst eine Begehung der Gefährdungsstelle und der Besichtigung vor Ort, verbunden mit dem Wissen um die verschiedenen Möglichkeiten, juristischen Vorschriften, technischen Sachverstand und einer gehörigen Portion Einfühlungsvermögen in die Wünsche der Bürgerinnen und Bürger, kann letztendlich zur Entscheidung über das richtige Mittel der Wahl beitragen. Diese werden mit allen Betroffenen, also beispielweise Kommune und Polizei, diskutiert und abgestimmt.

Prävention nach Plan

Modul Aktionsplan

Auf Basis von Erfahrung, Fachwissen und den individuell analysierten Zahlen wird ein Aktionsplan erstellt. Die Häufigkeit und Dauer der eingesetzten Mittel wird geplant; soweit hoheitliche Bereiche betroffen sind werden sie mit dem Hoheitsträger abgestimmt, so dass dieser mit entsprechender Dienstaufsicht immer Herr des Verfahrens bleiben kann. Kurzfristige Verschiebungen werden laufend umgesetzt. Ausweichmaßnahmen werden festgesetzt.

Ein Bußgeld wäre ihm lieber gewesen

Modul Individualprävention

Ziel der Individualprävention ist es, einen Verkehrsteilnehmer auf sein regelwidriges Verhalten an einer besonderen Gefährdungsstelle hinzuweisen und damit zu erreichen, dass er in Zukunft gerade an diesen sensiblen Stellen zur Gefährdungsreduzierung beiträgt. Durch die Messung an sich, durch die vorher erfolgte Benachrichtigung (und Diskussion) in der Öffentlichkeit sowie durch die Erkenntnis der großen Mehrheit, die sich an die Regeln hält, dass regelwidriges Verhalten auch konsequent nachverfolgt wird, entsteht ein Effekt der Generalprävention, der dazu führt, dass sich auch die Anderen weiterhin regelkonform verhalten. Freundliches Verhalten bei der Modulumsetzung, Transparenz und die Besetzung eines Bürgerbüros sorgen für größtmögliche Akzeptanz in der Bevölkerung.

Arbeitslos

Modul Generalprävention/Auswertung

Ziel der Generalprävention ist es, die große Mehrheit in der Bevölkerung weiterhin darin zu stärken, dass es sich lohnt, sich an die Regeln zu halten. Dies wird auch durch die Einsicht erreicht, dass Regeln sinnvoll sind und regelwidriges Verhalten gerade an besonderen Gefahrenstellen konsequent nachverfolgt wird. Durch laufende Auswertung von erfolgten Maßnahmen und die Transparenz durch Information der Bürger oder deren Vertreter wird dies unterstützt.

Alkohol- und Tabakprävention

40 % Alkohol, 100 % Gift

Modul Alkoholsuchtprävention

Ziel der Alkohol- und Spielsuchtpräventionsarbeit ist es, die große Mehrheit in der Bevölkerung im täglichen Leben weiterhin darin zu stärken, dass die Regeln zum Jugendschutz umgesetzt werden müssen. Wir wollen erreichen, dass diejenigen, die für den Alkohol- oder Lotterieverkauf an Jugendliche verantwortlich sind, durch Einsicht ihr Verhalten ändern oder sich in ihrem Verhalten bestärkt fühlen können, ohne sich gleich mit schlechter Presse in der Öffentlichkeit zu finden. Durch Kontrollen und anschließender Information der Betreiber über die Ergebnisse ohne Einbeziehung der Presse wird die Mitarbeit der Unternehmen gefördert und damit das Präventionsziel noch besser erreicht. Über Öffentlichkeitsarbeit, die anonymisiert erfolgt, wird das Verständnis gefördert das bei den anderen Kunden in der Kassenschlange die notwendige Geduld für sinnvolle Ausweiskontrollen bewirkt.

Spielsuchtprävention

Nur ein Fünfer zum Spielen

Modul Spielsuchtprävention

Ziel der Alkohol- und Spielsuchtpräventionsarbeit ist es, die große Mehrheit in der Bevölkerung im täglichen Leben weiterhin darin zu stärken, dass die Regeln zum Jugendschutz umgesetzt werden müssen. Wir wollen erreichen, dass diejenigen, die für den Alkohol- oder Lotterieverkauf an Jugendliche verantwortlich sind, durch Einsicht ihr Verhalten ändern oder sich in ihrem Verhalten bestärkt fühlen können, ohne sich gleich mit schlechter Presse in der Öffentlichkeit zu finden. Durch Kontrollen und anschließender Information der Betreiber über die Ergebnisse ohne Einbeziehung der Presse wird die Mitarbeit der Unternehmen gefördert und damit das Präventionsziel noch besser erreicht. Über Öffentlichkeitsarbeit, die anonymisiert erfolgt, wird das Verständnis gefördert das bei den anderen Kunden in der Kassenschlange die notwendige Geduld für sinnvolle Ausweiskontrollen bewirkt.

Tue Gutes und rede drüber! Die beste Aktion nützt nichts, wenn nicht darüber gesprochen wird. Presseberichte über unsere Arbeit, helfen eine breite Bevölkerung über unsere Präventionsarbeit zu informieren und damit für die Themen, die uns am Herzen liegen, zu sensibilisieren und im Idealfall sein Verhalten zu überdenken und zu ändern. Oder, Menschen zu bestärken, die sich bereits an die Regeln halten.

Machen Sie mit.

Verantwortliche gesucht

Sie wollen Verantwortung übernehmen?

Sie wollen Ihren Beitrag leisten, damit Prävention funktioniert? Dann helfen Sie mit, unsere Welt sicherer, lebenswerter und fairer zu gestalten. Beteiligen Sie sich aktiv oder spenden Sie. Machen Sie sich stark für die Schwachen. Nutzen Sie unsere Angebote und bringen sie sich in die Aktionen der gGKVS ein.

Die Deutsche Stiftung für wertorientiertes Handeln* unterstützt unsere Maßnahmen finanziell. Sie kann aber die Kosten für eine nachhaltige Wirkung nicht alleine stemmen. Jeder Euro ist wichtig und hilft zur Umsetzung.

So kostet beispielsweise eine Plakatflächenmiete für das Schulprojekt pro Woche 300 €.

Bitte helfen Sie mit einer Spende, die Kinder sind darauf angewiesen. Jede Unterstützung ist hilfreich und wertvoll. Wir meinen: Verantwortung ist zeitgemäß.

Spendenkonto

IBAN DE41 100 205 000 001 386 810
Bank für Sozialwirtschaft Berlin

oder der schnelle Weg:

http://www.dsfwh.net/spenden

* Die Stiftung ist gemeinnützig anerkannt, bitte teilen Sie deshalb auf dem Überweisungsträger Ihre Anschrift mit, damit Sie eine Spendenbescheinigung zugesendet bekommen können. Jeder gespendete Euro fließt zu 100% in die Projekte,denn die geringen Verwaltungskosten der Stiftung trägt sieaus eigenen Mitteln.