Auf die Bremse fertig los!

Ein Projekt zur Verkehrserziehung und zum Schutz unserer Schulkinder

Kinder, Kinder!

Im Jahr 2011 war erstmals nach 20 Jahren wieder eine gestiegene Anzahl von Todesopfern im Straßenverkehr zu beklagen. Im Durchschnitt kam alle 17 Minuten ein Kind zu Schaden und jeden 4. Tag sogar ein Kind ums Leben.

Die Statistik macht uns deutlich, dass Verkehrserziehung mit Kindern speziell in den Bereichen, in denen sie besonders gefährdet sind, ausgebaut, durchgeführt und eingeübt werden muss, um deren Sicherheit zu gewährleisten. Diese Aufgabe, der sich jede Gemeinde verpflichtet fühlt, unterstützt die gGKVS gerne im Rahmen ihres gemeinnützigen Engagements, um die Verkehrskompetenz unserer Schützlinge zu erhöhen.

Untersuchungen zeigen, dass Kinder unter 10 Jahren auf Grund ihrer biologischen Entwicklung noch nicht in der Lage sind, Geschwindigkeiten richtig einzuschätzen. Daher bietet unser Präventionsprojekt den Kindern einen sicheren Rahmen, um zu erfahren, was Geschwindigkeit alles bedeuten kann, wie es sich anfühlt Geschwindigkeit selbst auszuführen, oder auch darin eingebunden zu sein.

Auch Verkehr muss man regeln

Bei »Auf die Bremse, fertig, los!« erfahren die Kinder als Handelnde wie auch als Zuschauer, dass Geschwindigkeit oft falsch eingeschätzt und damit auch unterschätzt wird. Dass manche Dinge schnell sind, andere wiederum langsam und dass man Geschwindigkeit regulieren kann und muss.

Sie erleben unterschiedliche Geschwindigkeiten und werden erkennen, dass sowohl Menschen wie Fahrzeuge eine gewisse Strecke zum Anhalten benötigen. Auch die Gefahren, die Geschwindigkeit mit sich bringen kann, werden alleine und in der Gruppe erprobt und reflektiert.

»Auf die Bremse, fertig, los!« legt besonderen Wert darauf, dass Kinder verstehen, wie wichtig im gesellschaftlichen Zusammenleben so auch im Straßenverkehr, Regeln sind, um gut miteinander auszukommen und sicher leben zu können. Ihnen wird deutlich gemacht, dass Regelverletzungen zu Unfällen führen können und auch Erwachsene Fehler machen.

Sie erkennen, dass der Verkehr durch eine Reihe von Verkehrszeichen geregelt wird, dass es diese zu beachten gilt und lernen, durch eigene Verkehrsbeobachtung verschiedene Verkehrssituationen besser wahr zu nehmen und einzuschätzen. Die Kinder erleben eine reale Geschwindigkeitsmessung, deren Ergebnisse sie auswerten und kommentieren dürfen.

Kinder schützen heißt Zukunft bewahren

Kinder sind uns nicht nur das Allerliebste, sie sind auch unser aller Zukunft. Daher gilt es sie in allen Lebensbereichen vor Schaden zu bewahren und ihnen nicht nur Geborgenheit sondern auch Sicherheit zu bieten. Gerade im Verkehr lauern allerlei Gefahren, auf die man Kinder vorbereiten und sie davor schützen muss.

»Auf die Bremse, fertig, los!« ist ein mit den Arbeitsmaterialien zur Verfügung gestelltes Projekt der gGKVS im Bereich der Verkehrserziehung. Jede Gemeinde kann so für ihren Nachwuchs eine Vorbild- und Vorreiterrolle in Sachen Verkehrssicherheit einnehmen. Alle Eltern und nicht zuletzt die Kinder werden davon profitieren. »Auf die Bremse, fertig, los!« macht nicht nur Sinn, sondern den Kindern durch unser pädagogisch ausgearbeitetes Konzept auch sehr viel Spaß.

Am Ende dürfen sich unsere Kleinen dann sogar »Tempo-Sheriff« nennen, was von uns mit einem reflektierenden Stern bestätigt wird, der die Kinder dann auf ihrem Schulweg zusätzlich schützen soll.

Kinder lernen rasend schnell

Und das im wahrsten Sinne des Wortes, obgleich unsere rasanten Kleinen oft noch nicht erfassen können, dass sich auch alles um sie herum in unterschiedlichen Geschwindigkeiten bewegt.

Mit unserem Grundschulprojekt »Auf die Bremse, fertig, los!« lernen Kinder der dritten Jahrgangsstufe den Begriff Geschwindigkeit richtig zu deuten.
Dass sich Menschen und Gegenstände unterschiedlich schnell bewegen, dass Geschwindigkeit oft situationsabhängig ist, und dass, je höher das Tempo ist, man umso länger braucht, um anzuhalten.

Da überhöhtes Tempo nach wie vor als Hauptursache für viele Verkehrsunfälle gilt, lernen die Kinder auch, dass auch sie die Geschwindigkeit selbst regulieren können. Lehrreiche Verkehrserziehung macht Spaß und kann Leben retten.

Sicherheit in aller Öffentlichkeit

Ziel unseres Projekts ist nicht nur, die Kinder für das Thema Bremsweg zu sensibilisieren, sondern vor allem Öffentlichkeitsarbeit durch die medienwirksame Einbindung von echten Radargeräten und der parallelen Information von Presse und Eltern zu leisten. Durch diese Maßnahmen wird die Bevölkerung auf das Thema Geschwindigkeiten vor Schulen und Kindergärten aufmerksam gemacht und damit ein maßgeblicher Beitrag zur Erhöhung der Schulwegsicherheit geleistet.