Schulweg-Sicherheit – wie sehen Eltern eigentlich dieses Thema?

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Rund 80 Prozent der Eltern haben Angst bzw. machen sich Sorgen, wenn ihr Grundschulkind ohne Begleitung Erwachsener zur Schule geht. Das ist das Ergebnis einer bundesweiten Online-Umfrage des ADAC unter 1.009 Müttern und Vätern.

Interessant auch, es gibt Unterschiede zwischen Stadt und Land. Während sich in ländlichen Gebieten, Eltern eher um die „pure“ Verkehrssicherheit Gedanken machen, steht in der Stadt zusätzlich der soziale Aspekt im Fokus, wie beispielsweise das Kinder von Fremden angesprochen werden.

Zumeist gehen die Kinder zu Fuß in die Schule oder zur Haltestelle. Jedes vierte Kind ist dabei alleine unterwegs. Die Schüler selbst haben nach Angaben ihrer Eltern in erster Linie Angst vor rücksichtslosen Autofahrern und dem Verkehrsgeschehen generell.

In den ländlichen Regionen laufen die Kinder eher auf Hauptstraßen ohne vernünftige Gehwege. In den Städten ist es eher die hohe Verkehrsdichte das Problem. Unsichere Verkehrssituationen beispielsweise vor Schulen durch "Elterntaxis" oder unaufmerksame Autofahrer, aber auch fehlende Ampeln oder Zebrastreifen. Die Kinder müssen öfter durch Parks, Unterführungen oder Gewerbe- und Industriegebiete. 

Eine Infografik macht die Sorgen der Eltern deutlich:

ADAC Infografik
Quelle Infografik: ADAC Studie 2018

Die Zahlen geben uns recht in unserer Präventionsarbeit - Schulweg-Sicherheit ist ein wichtiges Thema. Seit Jahren sind wir mit unserem Projekt „Auf die Bremse fertig los“ in zahlreichen Schulen aktiv und die weiteren Anfragen geben uns recht, hier gibt es viel zu tun, damit der Schulweg für Kinder nicht zum Risiko wird.

Ziel des Projektes: Kinder sollen lernen, den Verkehr besser einzuschätzen, deshalb besteht dieses Projekt aus einem theoretischen Teil in den Turnhallen der Schulen. Hier können sie selbst ein Gefühl für Geschwindigkeit und Bremsweg erfahren, dann kommt der praktische Teil draußen an der Straße: Wie achtsam sind die Autofahrer?  Werden Tempolimits in sensiblen Zonen, wie beispielsweise Schulen oder Kitas, beachtet? Halten sich die Autofahrer immer an die vorgeschriebenen Geschwindigkeiten?

Leider nein, die Sorge der Eltern ist berechtigt. Ein Beweis dafür, wie wichtig Verkehrserziehung ist: Kinder für die Gefahren im Straßenverkehr zu sensibilisieren, bevor etwas passiert.  

Doch nicht alle Ängste der Eltern in den sogenannten sensiblen Zonen, wie z.B. Schulen oder auch Kitas und Seniorenheime, sind berechtigt. Hier setzen wir mit unserer Arbeit im Rahmen des Geschwindigkeitsmanagements ein, unsere Datenerfassung gibt zuverlässige Daten und eine Antwort darauf, ob beispielsweise zu schnelles Fahren nur eine „gefühlte“ oder „tatsächliche“ Gefahrenquelle ist. Durch eine Auswertung der objektiven Daten kann dies eindeutig bestimmt werden und ist die Basis für weitere Maßnahmen, die das Unfallrisiko minimieren.

Wenn Sie auch Sie in Ihrer Gemeinde für mehr Verkehrssicherheit sorgen möchten, wie gefährdet beispielsweise Schulkinder auf den Schulwegen Ihrer Gemeinde durch rücksichtslose Autofahrer sind, dann kontaktieren Sie uns. Wir freuen uns über jeden Präventionseinsatz, der zum Schutz der Kinder beiträgt.

Quelle: Online-Umfrage des ADAC